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DATEV-Anbindung individuell vs Standard-Plugin, was passt?

DATEV-Schnittstelle: Standard-Plugin oder Custom-Bridge? Was DATEVconnect online kann, wann eine eigene Bridge sinnvoll ist.

DATEV-Anbindung individuell vs Standard-Plugin, was passt?

Fast jeder mittelständische Betrieb in Deutschland nutzt DATEV für die Buchhaltung. Wenn die eigene Software (ERP, Auftragsverwaltung, Branchen-Tool) Belege erzeugt, sollen diese ohne Doppel-Erfassung in DATEV landen. Zwei Wege: ein fertiges Standard-Plugin oder eine eigene Schnittstelle. Welcher passt?

Was Standard-Plugins können

Die meisten gängigen ERPs bieten ein DATEV-Modul als Standard- Plugin. Das exportiert Belege als CSV oder im DATEV-EXTF-Format, manchmal auch mit Live-Sync über DATEVconnect online. Vorteile:

  • Kein Entwicklungs-Aufwand. Module installieren, Mandant

konfigurieren, fertig.

  • Hersteller-Pflege. Wenn DATEV das Format ändert, aktualisiert

der Hersteller das Modul.

  • Bekanntes Setup. Steuerberater kennen die typischen Imports.

Standard-Plugins reichen in den meisten Fällen. Vor allem dann, wenn die Belege "normal" aussehen: Rechnung, Gutschrift, Eingangsbeleg mit Standard-Konten.

Wo Standard-Plugins an Grenzen kommen

  • Mehrere Mandanten mit eigenem Mapping. Wenn Sie für jede Tochter-

Gesellschaft andere Konten-Zuordnungen brauchen.

  • Custom-Felder aus dem Eigenbau-ERP. Standard-Plugin kennt nur die

Standard-Felder des Mutter-ERPs.

  • Echtzeit-Sync gewünscht. Standard-Module exportieren oft

batchweise (täglich/monatlich), nicht event-getrieben.

  • Branchen-spezifische Buchungs-Schlüssel (z.B. branchenspezifische

Phasen- oder Projektkonten), die das Standard-Plugin nicht abbildet.

Wann eine eigene Bridge sinnvoll ist

Eine eigene Bridge ist sinnvoll, wenn:

  1. Eigenes ERP (Custom-Build oder ergänzendes Tool) ohne fertiges

DATEV-Modul.

  1. Mehrere Mandanten mit unterschiedlichem Mapping-Bedarf.
  2. Echtzeit-Buchung, Beleg entstehen, Konten gleich gebucht, ohne

nächtlichen Batch.

  1. Custom-Konten oder Buchungs-Schlüssel, die ein Plugin nicht

abbildet.

DATEVconnect online bietet eine gut dokumentierte API. Eine eigene Bridge verursacht einmalig Entwicklungs-Kosten plus laufende Wartung. Je nach Anbieter und Umfang liegen vergleichbare Bridge-Projekte am Markt grob im mittleren vierstelligen Bereich aufwärts, dazu eine überschaubare monatliche Wartung. Das kann sich gegenüber der monatlichen Lizenz mancher Enterprise-Plugins rechnen, wenn die Lösung über mehrere Jahre im Einsatz bleibt.

Was wir empfehlen

Im Erstgespräch klären wir gemeinsam: Was machen Ihre Belege "normal" oder "eigen"? Wie viele Mandanten? Welche Custom-Felder müssen in DATEV landen? Wenn die Antworten "Standard" lauten, sagen wir Ihnen direkt, welches DATEV-Standard-Plugin in Ihrer ERP zu empfehlen ist. Wenn eigene Logik nötig ist, bauen wir eine schlanke Bridge mit DATEVconnect online und Custom-Mapping.

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Wir schauen gemeinsam in einer ehrlichen Bestandsaufnahme, was bei Ihnen wirklich gebraucht wird und sagen Ihnen auch klar, wenn die andere Variante die bessere Wahl ist.

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